„Tanzende Fassade“ – Kiefer technic showroom

Beweglicher Schatten
Giselbrecht´s architektonische Antwort besteht in einem zeitlos ästhetischen Grundkonzept, das in Summe einen vollkommen unaufdringlichen Eindruck bewirken würde. Wäre da nicht dieser 10 Tonnen schwere Schattenspender, der sich leicht wie Papier verformen lässt und nahezu unendlich viele Gestalten annehmen kann.

Origami aus Metall
Bei geschlossener Fassade dringt das Licht wie durch einen zarten Stoff in den Schauraum. Die Menge an natürlichem Licht reicht dabei vollkommen für die Präsentation aus. Die Sicht nach außen bleibt frei. Im Raum herrscht ein angenehmes Klima, ohne dass man dafür zusätzliche Kühlenergie benötigen würde. Zum Öffnen werden die Leichtmetall-Kassetten im Sturzbereich nach oben und im Parapetbereich nach unten gefaltet und mutieren so zu Vordächern. Für Mag. Astrid Kiefer, Geschäftsführerin und Bauherrin, erfüllte sich damit auch der ausdrückliche Wunsch, den Panorama-Blick in die unverbaute Landschaft genießen zu können. Das wahre Spektakel geht aber dann über die Bühne, wenn die 56 Kassetten-Paare individuell gesteuert in Bewegung gebracht werden. Der Vergleich mit der Falttechnik des Origami drängt sich dabei unweigerlich auf. Leicht wie Papier und lautlos können binnen 30 Sekunden nahezu unendlich viele Fassaden-Ansichten und damit Aussichten eingestellt werden. Einige besonders attraktive Positionen sind natürlich fix programmiert und können in eigenen Bewegungs-Sequenzen gleichsam wie ein Film aufgeführt werden.

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